steht unter der Leitung der FAU ERLANGEN-NÜRNBERG und der LMU München


Teilprojekt 4 ist in zwei Unterprojekte aufgeteilt.
Teilprojekt 4.1 untersucht systematisch, ob die MIND-Workshops insgesamt wirksam sind: Verändern sie Einstellungen, Wahrnehmungen und Verhalten der teilnehmenden Jugendlichen?
Teilprojekt 4.2 ergänzt diese Evaluation durch die Untersuchung sozialkognitiver Mechanismen, die die positiven Effekte der Workshops auf sozialpsychologischer Ebene erklären können. Ziel ist es, potentielle Wirkmechanismen zu identifizieren und in weiteren Projekten und Workshops zu stärken. Im Zentrum stehen dabei Prozesse wie die eigene soziale Identität der Teilnehmenden, ihre Fähigkeit zur Empathie und Perspektivübernahme gegenüber religiösen Gruppen, Fremdgruppenwahrnehmung (z. B. Othering, soziale Distanz, Dehumanisierung) sowie der Einfluss wahrgenommener sozialer Normen auf die zentralen Outcomes.
Methodisch verwendet Teilprojekt 4 einen Mixed-Methods-Ansatz. Zunächst erfolgt eine klassenweise randomisierte Zuweisung zu Treatment- oder Wartekontrollgruppe.
In der Prä-Post-Erhebung werden standardisierte Fragebögen genutzt. Im Rahmen eines Feedbackmoduls werden mit den Teilnehmenden zusätzlich zu standardisierten Fragebögen auch leitfadengestützte Interviews geführt. Außerdem sollen die Lehrkräfte und Workshopleitungen Rückmeldungen zu Gestaltung und Gruppendynamik der Workshops geben.
Die Auswertung erfolgt über statistische Verfahren der psychologischen Forschung, um Veränderungen über die Zeit und Unterschiede zwischen Treatment- und Wartekontrollgruppe abzubilden. Zusätzlich erfolgt eine qualitative Inhaltsanalyse des Feedbacks.
Auf Basis dieser Erkenntnisse soll die MIND fortlaufend durch Mind prevention optimiert werden.

Leitung: Prof. Dr. Mark Stemmler & Prof. Dr. Friederike Funk

